19.01.2026

OrgWaste2Fuel Projekt – was steckt dahinter?

Am 15. Januar 2026 fand im Kreistagssaal des Landkreises Vorpommern-Greifswald in Pasewalk die offizielle Auftaktveranstaltung des grenzüberschreitenden Projekts der Hochschule Stralsund „OrgWaste2Fuel – Biomethan als Kraftstoff aus Reststoffen durch Nutzung grenzüberschreitender Innovationspotenziale“ statt. Ab 9:00 Uhr kamen Projektpartner, Fachakteure und Interessierte zusammen, um sich über Ziele, Inhalte und erste Arbeitsschritte des Projekts zu informieren. Im Rahmen der Veranstaltung erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die Projektarbeit sowie erste fachliche Erkenntnisse. Vorgestellt wurden unter anderem der Status quo von Biomethan und Biomethanol aus biogenen Quellen, ein Überblick über vorhandene Strukturdaten und bestehende Datenlücken zu verschiedenen Substraten sowie die geplanten Kommunikations- und Beteiligungswege innerhalb des Projekts. Das übergeordnete Ziel von OrgWaste2Fuel ist der Aufbau einer grenzüberschreitenden Bioökonomieregion in der Region Pomerania, die sich auf die energetische Nutzung organischer Reststoffe konzentriert. Diese sollen bevorzugt zur Produktion von Biomethan eingesetzt werden, um fossiles Erdgas zu ersetzen. Das erzeugte Biomethan kann sowohl als alternativer Kraftstoff als auch in der Wärmeerzeugung genutzt werden.
Zu den zentralen Projektergebnissen zählen:

  • ein Toolset, das aufzeigt, wie organische Reststoffe in der Region effizient zur Kraftstoff- und Wärmeerzeugung genutzt werden können. Dieses umfasst unter anderem ein Kostenkalkulationstool für Transportszenarien sowie eine Kartierung von Substratquellen und dient als praxisnahes Planungstool;
  • ein Leitfaden, der verschiedene Technologien und Verwertungspfade organischer Reststoffe beschreibt, Empfehlungen für deren Einsatz gibt und durch Fallbeispiele sowie Maßnahmenvorschläge ergänzt wird.

Die Kreisbauernverbände Uecker-Randow und Ostvorpommern sind als assoziierter Partner in das Projekt eingebunden und unterstützt insbesondere die Kommunikation sowie die Kontaktvermittlung zu landwirtschaftlichen Betrieben. Die Auftaktveranstaltung bildete einen gelungenen Start für das Projekt und machte deutlich, welches Potenzial in der gemeinsamen grenzüberschreitenden Nutzung organischer Reststoffe für eine zukunftsfähige Energieversorgung liegt.

Projektpartner und interessierte Betriebe gesucht!
Bei Interesse als Partner bei dem Pilotprojekt dabei zu sein, können Sie sich gerne bei uns melden, dann stellen wir einen Kontakt zum Projektpartner her.

Mehr Informationen finden Sie unter: https://www.interreg6a.net/bewilligte-projekte/int0400111-orgwaste2fuel/